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Frühlingserwachen im Tiergarten Nürnberg

Früher gehörte ein Besuch in meinem „Heimattiergarten“ zum festen Bestandteil des Jahres-Ausflugsprogramms. Seitdem ich aber nicht mehr bei Nürnberg wohne, sind diese Ausflüge leider seltener geworden – dennoch habe ich es endlich einmal wieder geschafft! Die heimlichen Stars des Tiergarten sind aktuell auf jeden Fall die Erdmännchen und Zwergmangusten – ihr werdet sie auf den Bildern entdecken.

Zu den Bildern muss ich auch noch etwas sagen: Ich habe den Zoobesuch auch genutzt, um mein neues 50 mm Objektiv zu testen. Nicht unbedingt die beste Bedingungen, denn vor allem kleine Tiere sind nicht die optimalsten Foto-Objekte für ein solches Vorhaben – hier kommt man mit einem Tele-Zoom schon deutlich weiter. Naja aber mit ein bisschen nachträglicher Bildbearbeitung und Zuschneiden der Bilder bekommt man denke ich doch ein recht tolles Ergebnis. Es handelt sich konkret um das Pentax 50 mm f1.4, bei dem mich vor allem die Lichtstärke interessiert. Mit meinem Tamron Allrounder (18-250mm (1:3.5-6.3) ) habe ich in der Vergangenheit doch jetzt öfter die Erfahrung gemacht, dass es vor allem bei schwierigen Lichtbedingungen fast unmöglich ist, tolle Farbergebnisse zu erzielen. Wirklich zum Einsatz kommen wird mein neues Objektiv aber auf jeden Fall bei einer meiner nächsten Pressereisen – so viel sei schon einmal verraten: das Land, in das ich reise, ist nicht unbedingt für sein gutes Wetter bekannt. Mehr dazu gibts dann aber im Sommer 🙂

Jetzt aber zurück zum Tiergarten Nürnberg. Die Tradition des Tiergartens beziehungsweise des Tierparks lässt sich in Nürnberg bis in das Mittelalter zurückverfolgen. Die Geschichte des Tiergartens ist in den letzten 100 Jahren auch stark mit der Geschichte der Stadt verknüpft: Von 1912 bis 1939 befand sich dieser nämlich an einer ganz anderen Stelle, nämlich mitten in der Stadt. Schon damals nach dem Vorbild von Hagenbecks Tierpark gestaltet zeigte er künstliche Landschaften und wich ab von der damals vorherrschenden Käfighaltung. Während der Zeit des zweiten Weltkriegs musste der Tiergarten allerdings weichen, da das Areal für den Ausbau des Reichsparteitagsgeländes am Dutzendteich benötigt wurde. So wurde der Tiergarten geschlossen und nach zweijähriger Bauzeit am Schmausenbuck wieder eröffnet, ebenfalls als Landschaftszoo. Wiederaufgebaut nach dem zweiten Weltkrieg kommen bis heute immer wieder neue Anlagen dazu. Mit knapp 70 ha gehört der Tiergarten der Stadt Nürnberg zu den größten Zoologischen Gärten Europas.

 

 

7 Kommentare zu “Frühlingserwachen im Tiergarten Nürnberg

  1. mannisfotobude

    sehr tolle Tierfotos ! Mein Favorit ist der Delphin – ganz super und den sieht man wirklich selten ! Aber ganz ehrlich, der gehört nicht in einen Tiergarten aber das ist ein ganz anderes Thema!

    1. Franzy

      Hi Manni vielen Dank. Mit den Delphinen, ja darüber kann man glaube ich sehr heisse Debatten führen. Aber bei welchem Tier fängt es an und bei welchem hört es auf? Ein Eisbär läuft in der Natur ja auch viele Kilometer am Tag, was in einem Zoo so nicht möglich ist. Aber der Mensch schützt bekanntlich ja nur, was er auch kennt und ihm irgendwie wichtig ist. Ganz ganz schwieriges Thema!

      1. mannisfotobude

        Klar , da hast du schon recht aber ich persönlich finde diese Delphinshows z. B. nicht in Ordnung ! Ein Delphin in einem Wasserbecken das man mit einem Hallenbad vergleichen kann !

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