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Deutschlands Schätze – Bamberg: Süssholz, Bier und Klein-Venedig

Bamberg gehört definitiv zu meinen Lieblingsstädten weltweit! Die Stadt mit ihren 70´000 Einwohnern hat einen unglaublichen Charme, die Menschen sind extrem liebenswürdig (naja, Franken halt), das Bier ist das beste Deutschlands, und die Lebensqualität ist einfach nur schwierig mit anderen Städten zu vergleichen. Daher durfte ein Aufenthalt in Bamberg auf unserer Deutschland-Tour natürlich nicht fehlen, um diese Stadt auch einmal von der Touristischen Seite zu erleben.

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Starten wir beim Süssholz beziehungsweise bei dem Grund, weshalb die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Diese ist nämlich der grösste, unversehrt erhaltene historische Stadtkern Deutschlands! Die Gärtnerstadt mit ihren weiten, freien Räumen prägt dabei stark das Stadtbild, denn die mittelalterlichen Strukturen der Hausgärten sind sichtbar erhalten. Bundesweit sind solche Anbauflächen inmitten einer Stadt einmalig – weshalb diese auch wesentlich zur Ernennung Bambergs zum UNESCO Weltkulturerbe beigetragen haben. Es ist belegt, dass die Bamberger Gärtner bereits im 17. Jahrhundert regen weltweiten Handel mit ihren Produkten wie Steckzwiebeln, Samen und vor allem aber Süssholz betrieben. Die Süssholzwurzel – vor allem durch die Lakritze bekannt – ist daher das Markenzeichen der Gärtnerstadt, der Anbau hat seit dem 15. Jahrhundert Tradition. Im Gärtner & Häcker Museum kann man in einem typischen Bamberger Gärtnerhaus mit angeschlossenem Garten alles über die Süssholzwurzel und die alten Sorten lernen, viele Gärtnereien wie die Hofstadt-Gärtnerei laden zum Entdecken ein.

Nicht weniger spannend ist die Brau- und Biertradition der Bamberger. Bambergs Biergeschichte reicht fast 1000 Jahre zurück – die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1039 stammte nämlich vom Bamberger Domherren Ouldaricus der verfügte, dass es an seinem Todestag Freibier für alle Bamberger geben sollte. Ausserdem ist das „Bamberger Reinheitsgebot“ aus dem Jahre 1489 sogar 27 Jahre älter als das bayernweit eingeführte. Heute kommen zu den neun Brauereien im Bamberger Stadtgebiet noch rund 60 Brauereien im Bamberger Umland hinzu – was der höchsten Brauereidichte der Welt entspricht. Hierunter sind genauso kleinere Gasthaus-Brauereien, die ausschliesslich für den Eigenbedarf der Gaststätte brauen, wie grössere Braubetriebe. Besonders hervorzuheben ist aber auf jeden Fall das Bamberger Rauchbier, das es in der Brauerei Spezial und im Schlenkerla gibt. Für jeden, der noch nicht das Vergnügen hatte, es zu testen: das Bier schmeckt extrem nach geräuchertem Schinken. Das erste schmeckt ein bisschen seltsam, aber nach dem zweiten wird es immer besser! 🙂 Dazu eine ordentliche Brotzeit und der Abend ist perfekt.

Klein-Venedig ist die Bezeichnung einer ehemaligen Fischersiedlung von Bamberg, direkt am östlichen Ufer der Regnitz. Die Reihe alter Fachwerkbauten aus dem 17. Jahrhundert besticht durch ihren extremen Flair und ist auch die Kulisse des Fischerstechens (immer im August) und der Sandkerwa, dem grössten Volksfest Bambergs.

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Die Altstadt von Bamberg gliedert sich in die Berg-, Insel- und Gärtnerstadt und hat noch einiges mehr zu bieten. In der Bergstadt findet man beispielsweise den Dom, in der Inselstadt das Rathaus zwischen den beiden Flussarmen der Regnitz. Toll ist auch der ehemals für die Landesgartenschau angelegte ERBA Park mit tollen Kinderspielplätzen an der Regnitz.

 

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2 Kommentare zu “Deutschlands Schätze – Bamberg: Süssholz, Bier und Klein-Venedig

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