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Packliste für den Mehrtages-Rucksack

Ein paar von euch haben es ja sicher mitbekommen, für die anderen nun auch noch offiziell: Seit September diesen Jahres darf ich mich VAVOE geprüfte Wanderführerin nennen. 🙂 Von der Ausbildung selbst werde ich euch noch separat erzählen, was ich euch heute mit an die Hand geben möchte sind ein paar Tipps, was meiner Meinung nach auf keinen Fall in einem Wanderrucksack für eine Mehrtagestour fehlen darf. Nicht näher eingehen will ich auf die obligatorische Wanderausrüstung (angemessenes Schuhwerk – vor jeder längeren Wanderung die Haltbarkeit der Sohle überprüfen, dem Wetter entsprechende Kleidung im Mehrschichtenprinzip plus zusätzliche Regenkleidung, Kartenmaterial, Wanderstöcke etc.), sondern euch ein paar eher ungewöhnlichere Tipps, vor allem im Bereich des Notfallmanagements, geben.

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-Als Wanderführer ist ein Notfall-Biwak-Sack Pflicht, aber auch ansonsten kann er euch gute Dienste erweisen, egal ob bei Unwetter oder als Unterlage im feuchten Gelände. Er wiegt nicht viel, ist klein und handlich und diese Investition lohnt sich in jedem Fall! Eine Sitzunterlage ist in manchen Rucksäcken bereits als Rückenpolster zum Herausnehmen eingebaut und bewahrt einen vor dem Auskühlen des Hinterns auf Stein, feuchtem Boden oder Holz.

-Auch zumindest ein kleines Notfall-Set mit Pflastern, Verbandszeug etc. sollte eigentlich für jeden Wanderer Pflicht sein.

Leukoplast oder Leukotape: Die Wunderwaffe bei gerissenen Rucksäcken, sich lösenden Schuhsolen oder Blasen an den Füssen. Das Tape ist universell einsetzbar!

Zahnseide: Hiermit kann man sich nicht nur die Zähne reinigen, sondern auch Schnürsenkel flicken oder notfalls sogar Verbandszeug fixieren.

Stirnlampe: Vor allem im Herbst und Winter wird es manchmal sehr schnell dunkel. Zudem kann man über ein Lichtsignal im Notfall Hilfe holen.

Trillerpfeife: An Jack Wolfskin Rucksäcken sind sie in der Schnalle integriert. Auch sie erweist in einer Notfallsituation einen wichtigen Dienst, muss man das Alpine Notsignal aussenden (6 akustische oder visuelle Zeichen in einer Minute. Anschliessend eine Minute Pause, ehe man das Zeichen erneut sechs Mal in der Minute gibt).

Taschenmesser, vor allem die Schweizer Messer mit ihren kleinen Werkzeugen vom Korkenzieher bis hin zur Pinzette.

Seil: Kann man auch in den unmöglichsten Situationen brauchen, z.B. um nasse Wäsche am Rucksack aufzuhängen. Hier bieten sich vor allem stark belastbare Seile, wie Paracords, an.

Karabiner zum Befestigen von Material, z.B. am Rucksack.

Trinkbecher, vor allem wenn man in einer Gegend mit vielen Brunnen (vor allem in den Schweizer Alpen gibt es extrem viele) unterwegs ist lohnt es sich, nicht immer die Trinkflasche herauskramen zu müssen.

Notfallverpflegung in Form von Müsliriegeln und „Quetsch-Obstbrei“ (lange haltbar). Man sollte immer so viel einpacken, dass man mindestens 24 Stunden gut durchhält, sollte man aus welchen Gründen auch immer von der Zivilisation abgeschnitten sein. Diese helfen auch, sollte man selbst oder einer der Wanderkollegen einmal unterzuckern.

Ausreichend zu trinken: im alpinen Gelände mindestens 1 ½ bis 2 Liter pro Person und Tag einplanen. Hier eignen sich Stahlflaschen (halten die Temperatur und sind leicht) sowie Trinkbeutel, die in den Rucksack integriert sind.

Dünne Mütze und Handschuhe: Sollte das Wetter auch noch so schön sein, vor allem im Herbst sind wirklich warme Zusatzkleidung Pflicht, da man sich sehr schnell Erfrierungen holen kann.

-Bei Mehrtagestouren gehören natürlich auch noch Hüttenschlafsack, Schlafsack, Hüttenschuhe etc. ins Programm. Und genügend warme Kleidung zum Wechseln.

Taschentücher: klingt simpel, ist aber äusserst unangenehm, wenn man sie vergisst.

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