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Eine kleine Tour durch Lissabon

Lissabon ist um einiges grösser, als man auf den ersten Blick vermutet. Es gibt dort einige Dinge zu tun und zu erleben, die ich euch gerne kurz vorstellen würde. Wovon ich auf jeden Fall abraten würde ist, sich in der Stadt ein Auto zu mieten! Die Strassen sind absolut nicht Autofahrerfreundlich, sie sind eng, steil, es gibt viele Sackgassen und überall stehen teilweise sehr ungünstig geparkte Fahrzeuge. Zudem hat man immer noch eine Menge Fussgänger sowie Trams, die mit einem die Strasse teilen. Also, hier meine Tipps:

  • Alfalma ist das älteste Viertel Lissabons. Sein Labyrinth aus Gassen und Treppen, das noch auf die maurische Zeit zurück geht, ist mit seiner besonderen Atmosphäre sehr beeindruckend.
  • Kulinarisch muss man auf jeden Fall den berühmten Kirschlikör „Ginjinha“ – am besten im Schokobecher – sowie die kleinen Eiertörtchen „Nata“ probiert haben. Die original-Nata kommen angeblich aus der Única Fabrica dos Pasteis de Belém, vor der man immer lange Schlangen von Touristen findet, die die kleinen Kuchen mitnehmen wollen. Die wenigsten essen sie gleich vor Ort, weshalb dies auch ein kleiner Geheimtipp ist: einfach an der Schlange vorbei gehen und es sich im Inneren gemütlich machen.
  • Eis können sie, die Portugiesen. In vielen Eisdielen werden auch aussergewöhnliche Geschmackssorten wie Basilikum oder Maracuja-Minze angeboten. Was man allerdings lassen sollte ist Pizza, das können sie nämlich leider nicht.
  • Zum Bier passen am besten Tapas. Meine Favoriten waren gebackene Bohnen im Biermantel und kleine Hüslenfrüchte, die man ählich wie Edamame auszuzeln muss (leider finde ich den Namen gerade nicht mehr heraus).
  • „Fado“ ist ein spezieller portugisischer Musikstil, in dem sehr melanchonisch meistens von unglücklicher Liebe und der Sehnsucht nach besseren Zeiten gesunden wird. In Alfalma gibt es einige kleinere Restaurants, die eine nicht ganz so touristische Version für ihre Gäste bereithalten.
  • Eine Fahrt mit der berühten Strassenbahn Linie 28 ist ein absolutes Muss. Allerdings sollte man dies nicht an Feiertagen oder Sonntagen machen, da hier weniger Bahnen fahren und sich die Touristen entsprechend auf die wenigen stürzen. Wenn die Tram voll ist, hält sie auch nicht unterwegs, um Gäste einsteigen zu lassen. Daher ist es am besten, zu einem der Endpunkte zu gehen und von dort aus die Fahrt zu beginnen.
  • Der Elevador do Carmo, ein Aufzug als Verbindung zwischen der Unterstadt und dem Chiado in der Oberstadt gebaut, ist eine typische Eisenkonstruktion aus der Zeit um 1900 und erinnert von der Bauart sehr an den Eiffelturm. Im Moment lohnt sich ein Besuch allerdings nur bedingt, da das Gebaude aktuell saniert wird und somit mit Planen verdeckt wird.
  • An die Seefahrergeschichte der Stadt Lissabons und Portugals erinnert das Seefahrerdenkmal „Padrao dos Descobrimentos“. Das Bauwerk ragt in Form eines Schiffbugs über das Tejo-Ufer hinaus aufs Wasser, ganz oben an der Bugspitze steht Heinrich der Seefahrer.
  • Die Brücke „Ponte Vasco de Gama“ führt bei Lissabon über den Tejo und ist mit 17 km eine der längsten Brücken Europas. Dabei erinnert sie doch sehr an Amerikanische Brücken.
  • Absolut sehenswert ist das Monumento Cristo Rei, das pendent zur berühmten Christusstatue in Rio de Janeiro.

 

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