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Die Kunst des Brauens – vom Hinterhof zur international gefeierten Spezialität: Ein Besuch in der Brauerei Loncium in Kötschach-Mauthen/Kärnten, Österreich

Der nächste Stopp auf unserer Feinschmecker-Tour durch Kärnten war die Loncium Brauerei, die im Dorfzentrum von Kötschach-Mauthen zu finden ist. Hier wird nach dem neuesten Stand der Technik aber dennoch auf die Jahrhunderte alte Traditionen aufbauend handwerklich hergestelltes Craft Beer erzeugt, das fernab von Massenprodukten ist. So wundert es nicht, dass das Bier national wie auch international bereits einige Preise eingeholt hat.

Wir treffen Klaus Feistritzer, einen der beiden Gründer und Besitzer, in seiner Brauerei, während gerade der Abfüllprozess für das eben fertiggestellte Loncium Carinthipa läuft. Das India Pale Ale ist eine obergärige Bierspezialität, vollmundig, nicht zu bitter und mit einer schönen Fruchtnote (die weitere Bewertung überlasse ich besser den Profis – mir hat es geschmeckt, auch schon vormittags um 11 🙂 ). Erst 2003 kamen er und sein Kollege Alois Planner, der zweite im Bunde, zur Braukunst, denn wie er uns erzählte fing alles mit einem grossen Suppentopf der Oma an, in dem das erste Bier entstand. Seitdem hat sich einiges getan, ein super modern und exakt auf die Bedürfnisse der kleinen Brauerei zugeschnittenes Brauhaus ist entstanden. Der Name Loncium kommt übrigens von der keltischen Bezeichnung für den Ort Mauthen.

Beide sind echte Quereinsteiger: Feistritzer lernte nach seiner Matura Betriebselektriker und Mechatroniker, Planner studierte nach der Hotelfachschule und arbeitete als Marketing-Spezialist. So ergänzen sich die beiden perfekt und können sich die Aufgaben, die in einer Brauerei anfallen, gut aufteilen. Das Sudhaus verfügt über 20 Hektoliter, 12 Tanks und sie erzeugen tausend Hektoliter Bier im Jahr. Derzeit umfasst das Sortiment der Brauerei mehrere Grundsorten wie eben das Carinthipa, die Schwarze Gams oder den Weizenbock, hierzu kommen aber noch zahlreiche Spezialbiere. Mit ihrem Bier wollen die beiden Kunden ansprechen, die etwas mehr als andere über Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und ähnliche Themen nachdenken und auch gerne einmal eine etwas ausgefallenere Biersorte probieren. Seit dem Frühjahr 2015 ist die Biermanufaktur zudem BIO-zertifiziert, es werden nur noch Zutaten aus biologischer Landwirtschaft verwendet. Der Hopfen wird zum Grossteil aus Bayern importiert, das Malz aus Österreich und Oberbayern. Das Wasser stammt natürlich direkt aus Mauthen. Derzeit arbeiten bereits fünf Personen Vollzeit in der Brauerei, erzählt uns Feistritzer. Also eine absolut spannende Erfolgsgeschichte, die inspiriert und Lust auf mehr macht! Vielen Dank für den spannenden Besuch bei euch, vielleicht lege ich mir demnächst auch einmal einen grossen Suppentopf zu! 🙂

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