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Deutschlands Schätze – Oldenburg: Urban Gardening in der autofreien Fussgängerzone und moderne (Kirchen-)Kunst

Oldenburg, oder „Oldenburg in Oldenburg“, wie die korrekte Bezeichnung lautet (es gibt nämlich noch ein Oldenburg in Deutschland, das liegt allerdings in Holstein), ist eine kreisfreie Stadt in Niedersachsen. Die Universitätsstadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ehemals Residenzstadt beziehungsweise Hauptstadt der Grafschaf, des Herzogtums, des Grossherzogtums, des Freistaates und des Landes Oldenburg hat sie heute ca. 160´000 Einwohner und ist nach Hannover und Braunschweig die drittgrösste Stadt Niedersachsens. Lange Zeit war Oldenburg von Hannover umschlossen, war aber nie dazugehörig.

Besonders für Oldenburg ist die autofreie Fussgängerzone, die im Sommer von Mai bis August von einer ganzen Reihe mobiler Stadtgärten geschmückt wird. Um die Gärten kümmern sich die Bewohner selbst beziehungsweise die Geschäfte, an denen sie liegen. Seit zwölf Jahren gibt es die Aktion bereits, die jedes Jahr unter einem neuen Motto steht. Ziel ist es, die Menschen nach draussen zu bewegen und ihnen Inspirationen für ihre heimischen Gärten und Balkone zu liefern. Übrigens darf alles auch von jedem verzehrt und probiert werden – eine wirklich tolle Idee, wie ich finde.

Anton Günther spielte zudem eine sehr wichtige Rolle in der Stadtgeschichte, da er Oldenburg im 30 jährigen Krieg vor der Zerstörung bewahrte und noch heute dafür gefeiert wird. Interessant an Oldenburg ist zudem, dass die Stadt einige Jahre lang zu Dänemark gehörte, man aus dieser Zeit allerdings nicht viel sieht (die Dänen scheinen kein allzu grosses Interesse an der Stadt gehabt zu haben, da sie ihnen einfach zu weit weg lag). Bekannt ist die Stadt heute international vor allem für die Oldenburger Pferdezucht und als Hauptsitz des Geschenkartikel-Unternehmens Nanu-Nana.

Nachdrücklich beeindruckt hat mich die St. Lambertikirche mit ihrem riesigen Acrylkreuz, das in der Kuppel über dem Altarraum schwebt. Von aussen sehr unscheinbar wirkt der Innenraum mit seiner Bestuhlung eher wie ein Theater, das Kreuz schimmert je nach Lichteinfall in den unterschiedlichsten Farben. Absolut sehenswert!

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